Was ist das Sterbequartal?
Das Sterbequartal (manchmal auch Sterbevierteljahr oder Sterbeüberbrückungszeit genannt) ist ein Begriff aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland.
Es bezeichnet den Zeitraum, in dem nach dem Tod eines Versicherten die Witwer- oder Witwenrente noch in voller Höhe gezahlt wird. Dies ist der Zeitraum vom Todestag des Versicherten bis zum dritten Kalendermonat nach dem Monat, in dem der Versicherte gestorben ist. Die gesetzlich danach vorgesehene Verringerung der Hinterbliebenenrente auf 55 beziehungsweise 60 Prozent bei einer großen Witwen-/Witwerrente oder auf 25 Prozent bei einer kleinen Witwen-/Witwerrente erfolgt also erst ab dem vierten Kalendermonat.
Der erhöhte Rentenbetrag soll für den Hinterbliebenen den finanziellen Übergang auf die veränderten Verhältnisse nach dem Tod des Ehepartners erleichtern.

