Wie sieht eigentlich der Berufsalltag eines Bestatters aus? Was geschieht hinter den Kulissen? Fragen, deren Antworten die meisten Menschen gar nicht wissen – Antworten, die zeigen, um wie viele Dinge sich ein Bestatter eigentlich zu kümmern hat. Lesen Sie im Folgenden einen Auszug aus dem Praktikumsbericht eines Schülers aus Hamburg:
(…) Ich habe gelernt, dass sich jeder, der sich noch nicht damit auseinandergesetzt hat, eine falsche Vorstellung vom Beruf des Bestatters hat. Er hat nur in der Nebensache mit dem imaginären “Einsargen, Abtransportieren, Einbuddeln”-Prinzip zu tun. Der Bestatter hat die enorme Aufgabe, alles – von der Angehörigen-Unterstützung bis hin zur Trauerfeier und anschließender Beisetzung – zu organisieren, zu regeln und in den Griff zu bekommen; und zwar in kurzer Zeit.
Alle Dokumente müssen zusammengetragen und zum Standesamt gebracht werden, damit ein Bestattungsschein (quasi eine Berechtigung) erstellt werden kann. Es muss beantwortet werden: Wie soll der Abschied aussehen? Wo soll es stattfinden? Auf welche Weise soll der/die Verstorbene bestattet werden? Welche Musik soll auf der Trauerfeier gespielt werden? Welche Art der Dekoration ist gewünscht? Und noch einiges mehr. Man ist in ständigem Kontakt mit Pastoren, Rednern, Sargträgern, Friedhofsgärtnern et cetera. (…)

